Datenrettung Lexikon - B - Backup auch Datensicherung oder Sicherungskopie
Den Prozess des Kopierens von Daten auf einen Datenträger zu deren Sicherung, nennt man Backup. Im Notfall ist es so möglich die Daten wieder herzustellen, falls diese verloren gegangen oder zerstört worden sind. Mit dem Begriff Backup bezeichnet man allerdings auch den entsprechenden Datenträger auf dem die zu sichernden Daten gespeichert sind.
Das Wiederherstellen gesicherter Daten nennt man dagegen Restore.
Grundsätzlich wird zwischen einem manuellen Backup, also einem Sicherungsvorgang der von Hand ausgeführt wird, und einem automatischen Backup, also durch spezielle Backup-Software, unterschieden.
Über eine eigene Datensicherungs-Strategie verfügen häufig größere Firmen.
Diese könnt in etwa wie folgt aussehen:
Durch wen wird die Datensicherung durchgeführt?
Zu welchem Zeitpunkt werden die Backups erstellt?
Welche Daten müssen genau gesichert werden?
Welchen Datenträger verwendet man für das Backup?
Wo wird anschließend die Datensicherung untergebracht?
Wann & wie werden Backups auf korrekte Funktion überprüft?
Wie lange ist es sinnvoll Backups aufzubewahren?
Bei Backup-Strategien wird nochmals unterschieden nach Vollsicherung, Inkrementeller Sicherung, Zuwachssicherung und progressiver Sicherung.
- Vollsicherung: gesichert wird der gesamte Datenbestand eines Datenträgers oder einer Partition. Der Vorteil besteht dabei darin, dass dieser Vorgang sehr unkompliziert ist. Allerdings hat man dabei einen sehr hohen Speicherbedarf.
- Inkrementelle Sicherung (auch als Differenzialsicherung bekannt): hierbei werden lediglich die Daten gesichert, die sich seit dem letzten Backup verändert haben. Der Vorteil ist, dass dieser Prozess nur wenig Zeit in Anspruch nimmt und dabei weniger Speicherplatz benötigt als die Vollsicherung. Nachteilig ist, dass bewusst gelöschte Daten bei einer Rekonstruktion ebenfalls zurück gesichert werden.
- Zuwachssicherung: bei diesem Vorgang werden ausschließlich die Daten gesichert, die im Zeitraum nach der letzten Voll- oder Differenzialsicherung hinzugekommen oder abgeändert wurden. Auch diese Variante ist sowohl Zeit als auch Speicherplatz sparend. Allerdings erweist sich dafür die Wiederherstellung einzelner Daten als äußerst zeitaufwendig.
- Progressive Sicherung: diese Möglichkeit der Datensicherung funktioniert wie ein inkrementelles Backup. Der einzige Unterschied ist, dass statt des Archiv-Attributes der Dateiname, Datum und Größe maßgeblich sind. Dadurch kann das erwähnte Problem der Differenzialsicherung umgangen werden. Ein großer Vorteil ist die genaue Datenwiederherstellung. Der Nachteil ist der hohe Zeitaufwand, sowie der große Ressourcenbedarf. Außerdem ist diese Möglichkeit nur bei Enterprise Backup-Lösungen zu finden.
Begriffe + Definitionen im Glossar zur Datenrettung, die mit dem Buchstaben B beginnen
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